Ablauf einer Blutspende

Für eine Blutspende wird dir in weniger als zehn Minuten etwa 450 bis 500 Milliliter Blut entnommen. Von der Entnahme merkst du fast nichts. Im Anschluss kannst du dich noch 20 bis 30 Minuten ausruhen und dann ist es schon geschafft! Die gespendete Menge gleicht der Körper schnell wieder aus.

Wichtig: Personalausweis mitbringen, vorher etwas essen und viel trinken. Natürlich keinen Alkohol oder andere Suchtmittel einnehmen.

Wie bereite ich mich auf eine Blutspende vor?

Damit du die Spende gut verträgst, solltest du vorher etwas gegessen und über den Tag ausreichend getrunken haben. Auf anstrengende Ausdauerleistungen und den Konsum von Alkohol und anderen Suchtmitteln solltest du vor und nach der Spende verzichten. Wenn du dich nicht ganz wohl fühlst, solltest du den Termin verschieben.
Bitte bring deinen Personalausweis und deinen Blutspendeausweis mit, falls du schon einen hast. Name, Geburtsdatum, Wohnort und Blutgruppe werden gespeichert und unterliegen dem Datenschutz.

Warum muss ich vor der Blutabnahme einen Fragebogen ausfüllen?

Der Spenderfragebogen dient zur Vorbereitung des persönlichen Gespräches mit dem anwesenden Arzt oder der Ärztin. Vor jeder Blutspende müssen der aktuelle Gesundheitszustand und mögliche Infektionsrisiken abgeklärt werden. Um eine höchstmögliche Sicherheit der Blutprodukte zu gewährleisten, ist der Fragebogen sehr umfangreich. Solltest du bei einigen Fragen unsicher sein, kannst du deine Bedenken im anschließenden Gespräch mit der untersuchenden Ärztin oder dem Arzt besprechen.
Das Paul-Ehrlich-Institut bietet einen einheitlichen Fragebogen für Blut- und Plasmaspender an, den alle Blutspendedienste verwenden können. Weitere Informationen findest du hier.

Welche Untersuchungen werden vor der Spende durchgeführt?

Vor jeder Spende wird deine Spendetauglichkeit festgestellt – sowohl im Hinblick auf deine eigene gesundheitliche Verfassung, wie auch im Hinblick auf eine mögliche Gefährdung der Empfängerinnen und Empfänger des Blutes oder seiner Bestandteile.
Neben der Untersuchung des allgemeinen Gesundheitszustandes (Puls-, Temperatur- und Blutdruckmessung, Erfassung des Körpergewichtes) wird dir die Ärztin oder der Arzt noch eine Reihe von Fragen zu deinen Antworten des Fragebogens stellen. Zur Erfassung deines Eisenwertes wird dir ein kleiner Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen oder Finger zur Bestimmung des Blutfarbstoffs entnommen. Erst wenn dieser so genannte Hb-Test in Ordnung ist und aus ärztlicher Sicht auch sonst nichts gegen eine Spende spricht, wird mit der Blutentnahme begonnen.

Die Blutabnahme

Für eine Blutspende wird dir in weniger als zehn Minuten etwa 450 bis 500 Milliliter Blut entnommen. Für jede Blutabnahme wird steriles Einmalmaterial verwendet. Eine Krankheitsübertragung auf dich ist daher ausgeschlossen. Im Anschluss bekommst du einen persönlichen Blutspenderausweis. Er zeigt deine Blutgruppe, deinen Rhesusfaktor und wie oft du bereits gespendet hast.

Was ist der freiwillige Selbstausschluss?

Der freiwillige Selbstausschluss ist im Transfusionsgesetz festgelegt und ermöglicht Spenderinnen und Spendern vertraulich die Weitergabe ihres Blutes an Empfängerinnen oder Empfänger zu unterbinden. Diese Möglichkeit ist wichtig für Personen, die sich unsicher über ihr eigenes Risiko zu einem Rückstellungkriterium sind oder Menschen, die sich aus ihrem sozialen Gefüge heraus oder aufgrund von Gruppendruck nicht trauen, offen ihr Rückstellungskriterium zu kommunizieren. Spendedienste bieten unterschiedliche Möglichkeiten an: so kann das Arztgespräch oder ein Formular für den freiwilligen Selbstausschluss genutzt werden.

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